Human Resources 4.0 und Diversity

Fördern oder behindern digitale Techniken Vielfalt? Das Forschungsprojekt untersucht die Auswirkungen intelligenter Technologien auf die Auswahl von Auszubildenden in den Personalabteilungen von Unternehmen und Betrieben.

  • Projektleitung

    Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, HWR Berlin

  • Kooperationspartner

    Howoge, Gewobag, BQN Berlin e.V., Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

  • Projektmitarbeit

    Katja Dill, HWR Berlin

  • Laufzeit

    April 2020 bis März 2022

  • Förderung

    Institut für angewandte Forschung Berlin e.V. (IFAF Berlin)

Effiziente Auswahl durch digitale Technologien?

Die Berufsorientierung junger Erwachsener sowie deren Auswahl durch Unternehmen für die innerbetrieblichen Ausbildungsstellen werden zunehmend durch digitale Technologien gelenkt: von der ersten Kontaktaufnahme durch die Website des Unternehmens über die IT-basierte (Vor-)Auswahl der eingehenden Bewerbungen bis hin zur digitalen Kommunikation im Verlauf des Auswahlprozesses. In der Forschung bleibt bislang die Frage unbeantwortet, inwieweit die digitalen Technologien den Auswahlprozess der Unternehmen optimieren und eine Effizienzsteigerung generieren. 

Berliner Wohnungsbaugesellschaften als Praxispartner

Ebenso unklar ist, inwieweit die digitalen Technologien Ein- bzw. Ausschlüsse von bestimmten Bevölkerungsgruppen produzieren und die Umsetzung von Diversity-Zielen fördern bzw. ihnen entgegenstehen. Das Potenzial der Digitalisierung der Einstellungsprozesse junger Erwachsener für unternehmensinterne Ausbildungsstellen wird in im Divers-AITecHR-Projekt am Beispiel von Howoge und Gewobag überprüft, zwei Berliner Landesunternehmen mit konkreten Diversity-Zielen.

Diskriminierungspotenzial analysieren

Im Rahmen einer Soll-Ist-Analyse werden die entsprechenden Anforderungen der Praxispartner in Bezug auf den Einsatz von HR 4.0 Tools, den tatsächlichen Leistungen und Potenzialen der eingesetzten Technologien gegenübergestellt. Dabei werden ausgewählte Werkzeuge im Rahmen eines Mixed-Method-Verfahrens hinsichtlich ihrer Diskriminierungspotenziale analysiert.

Logik der Auswahl transparent machen

In einem weiteren Schritt wird die Logik ausgewählter prädiktiver Werkzeuge mit algorithmischen Methoden transparent gemacht, nicht zuletzt um die innerbetriebliche Akzeptanz der Tools zu erhöhen. Schließlich wird eine auf die besonderen Ziele und Anforderungen der Praxispartner zugeschnittene Handreichung formuliert.

Die darüber hinaus geltenden und relevanten Erkenntnisse werden in Form von Handlungsempfehlungen für die in der Region ansässigen Unternehmen herausgearbeitet. Mit der Unterstützung des Partners BQN wird eine Verstetigung dieser im Netzwerk Berlin braucht dich! gewährleistet.

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